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Medulin

Pula, so scheint es, war seit jeher ein Sehnsuchtsort. Eine Hafenstadt, wo sich die strategischen Überlegungen der vielen Völker, die es hierhin zog, mit ihren Vorstellungen von einem süßen Leben deckten. Kaiser Augustus beschenkte das römische „Pola“ mit dem, was die Stadt noch heute ihr Wahrzeichen nennt: Die „Arena“, das Amphitheater, das gut erhalten wie ein versteinerter Riese am Rande des heutigen Stadtkerns steht. Pula ist voll von solchen historischen Spuren, nicht nur jenen der Römer: Die Festung am Hügel oberhalb des Hafens stammt aus der Herrschaftszeit der Franzosen im 18. Jahrhundert. Wenige Schritte darunter steht das ehemalige k.u.k. Militärkasino, erbaut um 1900, mit seinen prunkvollen, hohen Räumen. Heute werden sie nebst einem Cafe-Betrieb für Veranstaltungen genutzt. Ein Rundgang durch Pula, das ist wechselvolle Geschichte auf Schritt und Tritt. Und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – ist Pula gastfreundlich geblieben. Internationalität und Weltoffenheit liegt den rund 60.000 Bewohnern gewissermaßen in den Genen. Zwar nicht als tatsächliche, wohl aber „heimliche“ Hauptstadt Istriens fühlt sich Pula jung und urban an. In der Fußgängerzone der Innenstadt tummeln sich freundliche Menschen zwischen Cafe-Bars und Shops. Intellektuelle und Künstler treffen sich im Cvajner, dem Kunstcafé am einstigen Forum, wo heute noch der Augustus-Tempel steht. Nur ein paar Meter entfernt preisen am größten Markt Istriens einheimische Bauern und Fischer ihre ernte- und fangfrische Ware an - und nehmen sich ausgiebig Zeit zum mehrsprachigen Fachsimpeln mit ihren Kunden. Im Sommer erwacht auch die antike Arena wieder zu neuem Leben: Wo früher blutige Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden, wechseln sich heute Musikgrößen wie Sting, Alanis Morissette oder Norah Jones auf der Konzertbühne ab. Zwischendurch strömen die Massen zu Theater- und Opernaufführungen in die Arena. Pula gibt es aber auch ruhiger, introvertierter. Ein palmenbewachsener Ort der Stille ist etwa der k.u.k. Marinefriedhof im Stadtteil Stoja. Die gepflegten Grabstätten stammen aus jener Zeit, als Pula zu den wichtigsten Kriegshäfen und Werften der Donaumonarchie gehörte. Und schon wieder: Internationalität, wohin man blickt. Ungarische Offiziere fanden hier neben österreichischen Marinesoldaten und kroatischen Offizierswitwen ihre letzte Ruhestätte. Von hier aus sind zwei weitere Hotspots Pulas quasi zu Fuß zu erreichen: Das Restaurant Milan, bekannt für seine feine, klassische Fischküche und seinen gut sortierten Weinkeller. Und der Lungomare, die befahrbare Strandpromenade. An diesem türkisfarbenen Wasser der Halbinsel Stoja verbringen vornehmlich die Städter selbst ihre Badetage. Touristen verirren sich seltener hierher. Voller touristischer Infrastruktur ist dagegen die Halbinsel Verudela, wo im Sommer eine Reihe von Hotels, Camps und Appartementanlagen zehntausende Gäste beherbergen können. Verudela selbst ist nur ein kleiner Teil dieser Ferienregion im südlichsten Teil Istriens, die 70 Kilometer sauberste Küste vorzuweisen hat. Deshalb nun ein Schwenk ins zehn Kilometer entfernte Ferienparadies Medulin: Kleinkinder sieht man da, die am Ufer Sandburgen bauen; dahinter sanfte Wellen, die sich in der lauen Brise des Maestral kräuseln; das Ganze eingerahmt von einer Kulisse aus kleinen Buchten und Inseln, dem satten Grün der Pinienwälder und tiefen Blau des Wassers. Ein Tag am 300 Meter langen, flach ins Meer fallenden Sandstrand in Medulin lenkt den Blick wieder auf Wesentliches. Hier können alle den Alltag hinter sich lassen: Junge Familien finden kinderfreundliche Badestrände und Unterkünfte vor. Naturisten genießen Sonne und Meer am zwei Kilometer langen Kiesstrand des Camps Kazela. Und Sportlerherzen schlagen höher ob der idealen Witterungsbedingungen und guten Infrastruktur. Ruhe suchenden Individualisten sei eine Rad-Tour ans Herz gelegt: der beschilderten Bike-Route entlang zur äußersten istrischen Südspitze, der Halbinsel Kap Kamenjak. Dieser 400 Hektar große „Wurmfortsatz“ Istriens steht unter Naturschutz und birgt neben einzigartiger Pflanzenwelt viele lauschige, einsame Badebuchten. Kurzum: Sehnsuchtsorte, so weit das Auge reicht. Nicht versäumen: Pomer. Von der früheren römischen Siedlung im westlichen Teil der Bucht Medulins zeugen noch heute Thermenruinen und Reste einer römischen Villa.

Valsabbion.
Das Haubenrestaurant in Pjescana Uvala nahe dem Yachthafen zählt zu den besten Gourmetadressen in Istrien und bietet einen Traumblick über die Bucht. www.valsabbion.hr
Markt in Pula. Vormittags werden frisches Obst und Gemüse am grünen Markt sowie Fleisch, Fisch und Backwaren in der Markthalle angeboten. Gute, regionale Küche in den Marktbuden.



Der Pfosten von Tourismus in Medulin ist Sport: Tennis, Fußball, Minigolf, Bowlingspiel, boccie, Strand-Volleyball, zu Pferde reiten. Es gibt Schulen für das Windsurfing, das Tauchen, das Segeln, zu Pferde reiten und Wasser Skiing. Es gibt auch Mietservices für Bewegungsboote, Kanus, pedaloes, watercraft, Fahrräder und Motorräder. Junge Leute kennen Medulin für seine populären Nachtclubs, während die, die wie Phasenmusik und alle Tanzrhythmen an den zahlreichen Terrassen erfassen Sie. Medulin bekannt auch für seine Konzerte der Qualitätsklassischen Musik während der Sommermonate, während seine ungefähr vierzig Gaststätten eine reale Herausforderung zu den Feinschmeckern sind, ob es modernes, traditionelles, eßbare Meerestiere, Fleisch oder Vegetarier cuisine ist.

 

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